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AUSWAHLBIBLIOGRAPHIE

ZUM  THEMA: ARBEITSWELTEN

 

Auswahlbibliographie als PDF zum Downloaden.

 

 

ANDEREGG, Urs / Marburg (2008)

 

Vom Traum einer besseren Welt ... Der 1. Mai in der Schweiz (1890-2005). Ein sozialhistorisch-kulturwissenschaftlicher Beitrag zur Untersuchung der Kultur der Arbeiterbewegung.

 

Kommentar / Rezension:

 

Hier liegt erstmals eine umfassende Analyse der Maifeiern in der Schweiz von den Anfängen bis heute vor. Sie zieht Vergleiche zwischen dem 1. Mai in urbanen und ländlichen Gebieten, zwischen der West- und Deutschschweiz und kontrastiert zudem die schweizerischen Maifeiern mit jenen in Deutschland und Frankreich. Zudem wird - primär anhand der Stadt Zürich - der gegenwärtig zuweilen auch umstrittene Umgang mit  der Arbeiterbewegungskultur thematisiert.

 

 

 

ARVANITIS, Spyros / Neuchâtel (2004)

Die Beschäftigungsentwicklung in der Schweiz 1985-2001.

Hier als Download zur Verfügung.

 

 

 

 

 

CLAIR, Patric Robin (Hrsg.)  / West Laffayette (2008)  

 

"Why Work" - The Perceptions of a «Real Job» and the Rhetoric of Work through the Age.

 

Kommentar / Rezension:

 

„Why Work“ untersucht die heutige kulturelle Konstruktion von Arbeit, beginnend mit dem Begriff „A Real Job“ („Ein richtiger Beruf“). Untersucht wird „Arbeit“ in den Schriften von  u.a. Aristoteles, Plato, St. Benedict, Adam Smith, Karl Marx, Booker T. Washington, Emma Goldman, Emile Durkheim und Max Weber.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GEISER, Thomas (Hrsg.) / Bern (1998)

Arbeit in der Schweiz des 20. Jahrhunderts. Wirtschaftliche, rechtliche und soziale Perspektiven.

 

Kommentar / Rezension:

 

Wissenschaftlichen Beiträge zum Symposium «100 Jahre Hochschule St.Gallen - Zukunftswerkstatt Hochschule St.Gallen», zu Krisen und Entwicklung der Arbeit in der Schweiz. Interessante Kapitel wie "Arbeit und Identität" oder "Krisen und Innovationen in der Schweiz" zeigen den historischen Wandel der Arbeitswelten in der Schweiz gut auf.

 

 

 

 

 

HAHN, Sylvia / Transkulturelle Perspektiven Band 5, Göttingen (2008)

 

Migration – Arbeit – Geschlecht. Arbeitsmigration in Mitteleuropa vom 17. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.

 

Kommentar / Rezension:

 

In der vorliegenden Studie geht die Autorin den jeweils spezifischen Migrationserfahrungen von Arbeitskräften auf unterschiedlichen Untersuchungsebenen – ausgehend von der Gross- über die Kleinstadt bis hin zum Dorf – ebenso nach wie den Reaktionen auf diese umfassenden Wanderbewegungen, die die neuzeitlichen Städte, die Obrigkeiten und die sich herausbildenden Nationalstaaten zeigten.

 

 

 

 

 

 

 

LALIVE D'EPINAY, Christian / Arbeitswelt Band 9, Zürich (1991)

 

Die Schweizer und ihre Arbeit. Von Gewissheiten der Vergangenheit zu Fragen der Zukunft.

 

Kommentar / Rezension:

 

"Ist die schweizerische Tugen ein identitätsstifendes Konstruk, welches unsere Arbeiswelt wesentlich mitgestaltet? Oder handel es sich um einen zwar gut gehüteten Mythos, der sich aber zunehmend von der realen Arbeitswelt abspaltet und nur noch für einige besondere Gruppen wirklichkeitsbildend ist?" (Auszug aus dem Vorwort). Diesen Fragen geht Lalive d'Epinay n seinem Buch nach, welches obwhol schon 1991 herausgekommen als sehr gute Einführung in die Thematik "Arbeiswelten in der Schweiz" gebraucht werden kann.

 

 

 

 

 

 

MEYER, Thorsten / Münster (2006)

 

Technik, Arbeit und Umwelt in der Geschichte.

 

Kommentar / Rezension:

 

Technik prägt die Arbeitswelt des Menschen. Menschliche Gesellschaften nutzen mittels Arbeit und unter Einsatz von Technik ihre natürliche Umwelt. Die thematische Trias von Technik, Arbeit und Umwelt ist nun auch titelgebend für diesen Sammelband. Die Herausgeber haben auf rund 520 Seiten 35 Beiträge dazu versammelt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PFEISINGER, Gerhard / Wien (2006)

 

Arbeitsdisziplinierung und frühe Industrialisierung 1750-1820.

 

Kommentar / Rezension:

 

Das Buch behandelt im Wesentlichen die Vorstellungen und die Ideen am Beginn der "Arbeitsgesellschaft", sowie deren ökonomische, soziale und kulturelle Grundlagen in der Zeit des aufgeklärten Absolutismus. Diesem Komplex des obrigkeitlichen Denkens wird anhand der frühen Industrialisierung der textilen Massenproduktion, insbesondere an der dominanten Stellung der Linzer Wollzeugmanufaktur, nachgegangen. Manufakturen werden als Elemente staatlicher Machtbildung und Machterweiterung betrachtet.

Das Augenmerk richtet sich auf die vorindustrielle Zeit und weist eindeutig of sehr komplexe Formulierungen zum Thema auf. Jedoch kann es als Beispiel dienen um Veränderungen in der Arbeitswelt aufzuzeigen anhand eines lokalen Fallbeispiels.

 

 

 

 

 

PFISTER, Ulrich (Hrsg.) / Schweizerische Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialgeschichte Band 14, Zürich (1996)

 

Arbeit im Wandel/ Le Travail en mutation. Organisation und Herrschaft vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

REDOLFI, Silke / Zürich (2008)

 

Frauenarbeit. Beiträge zur Frauen- und Geschlechtergeschichte Graubündens im 19. und 20. Jahrhundert; Band 3.

 

Kommentar / Rezension:

 

Sechs Beiträge zur Bünder Frauen-/Alltagsgeschichte. Jeweils Abstracts in Italienisch und Rätoromanisch. Gute Hintergrundinformationen zum Frauenleben in Graubünden. Ebenso beispielhafte Anwendung von «Oral History»: Verwertung, bzw. Umsetzen von Interviews. Aufmerksammachung auf Quellen von sogen. einfachen Leuten. Ausgiebige Bibliografien.  Erstmals systematisch erfasst und eindrücklich beschrieben: die Arbeit der Frauen im Bauern- und Tourismuskanton Graubünden.

 

 

Ein Veweis auf zwei weitere interessante Bücher zum Thema "Frauenarbeitswelten":

 

BRUNNER-MÜLLER, Melanieie (2006): Föhngeflüster. Glarnerinnen erzählen - 20 Porträts.

 
BOSSHARD-KÄLIN, Susann (2007): Spruchreif - Zeitzeuginnen erzählen. Frauenleben im Kanton Schwyz im 20. Jahrhundert 

 

 

 

 

 

 

SENNETT, Richard /  Berlin (2008)

 

Handwerk.

 

Kommentar / Rezension:

 

Wenn Richard Sennett von Handwerk oder handwerklichem Können spricht, so meint er mehr als nur technische Praxis. Er beschreibt damit einen fundamentalen menschlichen Impuls, das Bestreben, eine Tätigkeit um ihrer selbst willen gut zu machen. Auch ein Arzt, Erzieher, Künstler oder Linux-Programmierer kann - und sollte - 'sein Handwerk verstehen'.

Sennet benutzt einen philosophischen Ansätze um sich dem Thema Arbeit anzunähren. Es lässt sich diskutieren ob diese nicht etwas zu amerikanisch sind, jedoch finden sich interessante Betrachtungen zum gesamten letzen Jahrhundert.

 

 

 

 

 

 

 

  

 


STORM, Hermann / Essen (2007)

 

Industriearchitektur als Kathedrale der Arbeit. Geschichte und Gegenwart eines Mythos.

 

Kommentar / Rezension:

 

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der mit dem Begriff "Kathedrale der Arbeit" verbundene Inhalt pathetisch überhöht in einer Verbindung von Kunst und Religion auf eine utopische Zukunft gerichtet. Heute wird die vergangene Welt des Industriezeitalters nicht selten als Mythos funktionalisiert.   - Inspirierend. Gute Fotos.

 

 

 

 

  

 

TANNER, Jakob / Zürich (1999)

 

Fabrikmahlzeit. Ernährungswissenschaft, Industriearbeit und Volksernährung in der Schweiz 1890-1950.

 

Kommentar / Rezension:

 

Typisch akademische Untersuchung, äusserst fundiert. Strikte Handhabung der Theorie. Umfassende Abhandlung des Themas. Gewohnte Auswahl der Quellen (schriftliche Quellen, Statistiken etc.). Hauptsächlich: Deutschschweiz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ZIEGLER, Beatrice / Zürich (2007)

 

Arbeit – Körper – Öffentlichkeit. Berner und Bieler Frauen zwischen Diskurs und Alltag (1919-1945).

 

Kommentar / Rezension:

 

Lebensverhältnisse nicht bürgerlicher Frauen in Zwischenkriegszeit und Kriegsjahren sind das Thema dieser Arbeit. Es wird das Gewicht der Arbeit - entlöhnter und selbstverständlich eingeforderter - in diesen Frauenleben dargestellt. Wie Frauen mit Sexualität und Geburtenkontrolle, aber auch mit ihrem Körper im Umfeld von Prostitution umgingen, wird untersucht. Schliesslich werden Frauen gezeigt, die in der Öffentlichkeit aktiv wurden. Die Untersuchung konzentriert sich auf Frauen in Bern und Biel.

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